Monday, October 02, 2006
Sunday, September 24, 2006
plains, trains, and automobiles
Nach den beiden letzten Kursen bei Superstar Dante und Corey bin ich traurig, daß ich morgen wieder nach old germany zurückfliege. Kofferpacken habe ich noch nie gemocht. Vor dem Reisen bin ich ein Angsthase, ob mit dem Flug alles gut geht etc. Und danach fällt das Abschiednehmen so schwer, besonders diesmal, weil in Los Angeles alles so gut gegangen ist. Vielleicht kann ich ja ein paar von den guten Seiten aus Hollywood mit nach Mainz bringen. Also Leute, dann bis Dienstag!!!
Saturday, September 23, 2006
go extreme or don't go at all
Wegen des Wochenendes heute nur Gus und Havic. Havics Choreographie kannte ich zum Glück schon. Wir haben sie bestimmt 20 mal komplett durchgetanzt, damit jede Bewegung sitzt. Danach brauchte ich gleich zwei Extremshakes von Gold's Gym. Dort sieht alleine die Saftbar schon aus wie eine Designer-Apotheke. Die Shakes werden aus frischen Säften und Früchten zusammen mit Proteinpulver und anderen Zutaten in Eisform zusammengemixt.Abends wurde - im Theater - das andere Extrem behandelt: Großstadtkids, die aus total kaputten Familien auf der Straße landen. Technisch hervorragend. Besonders gefallen hat mir das Bühnenbild in Form eines Bordsteins mit dahintergelegener Brücke. Es gab leider nur drei Tanzszenen. Dabei wurde einmal mittendrin das Licht wie bei einem Schnappschuß aufgedreht, während die Choreographie gerade ein schönes Standbild angeboten hat. Die Handlung basiert auf tatsächlichen Entwicklungen. 2 von 3 entlaufenen Kindern beginnen innerhalb von 48 Stunden mit Prostitution. Drogenabhängig sind sie noch schneller. Die Hauptrolle stirbt nach dem Einwerfen einer Pille.
Und morgens um 2 treffe ich dann noch Mike, den Nachbarn der Appartementanlage. Er ist Graphikdirektor der Firma "Fresh Coast", die komplette Autos, Motorräder und Busse mit einem Bild beklebt. In seinem Büro steht ein Satz 305er-Reifen. Er hat u.a. Xzibits Bus gemacht. Und er ist mein Buddy. Und zwar weil er mir meine neuen Parkplatzschilder designt hat (Geburtstagsgeschenk von meiner Janemaus). Demnächst pimpt er mir vielleicht meinen Jeep!! (wenn's der deutsche TÜV erlaubt)
give me a hug
Zunächst zu den Kursen: Steven, Sam, Free, Dante. An sich wollte ich noch Havic's Masterclass nehmen. Die ist jedoch leider mangels Anmeldungen ausgefallen. Gut, daß ich letzte Woche schon in der Masterclass war. Überall treffe ich auf bekannte Gesichter, z.B. Virginia, eine Freundin von Dante aus Spanien, die nach seiner Europatour ebenfalls wie ich vor kurzem nach LA gekommen ist. Nachdem sich die Choreographien jetzt wiederholen, ist das auch nicht mehr das Problem. Jetzt wird an den Details gearbeitet. Insgesamt sind die 10 Tage hier wohl mit einem ganzen Jahr Unterricht in Deutschland zu vergleichen. Hochgerechnet würde ein ganzer Monat drei Jahren entsprechen!
Dann hab ich heute noch die Clubs in Hollywood abgecheckt. Das Deep gibt es seit zwei Jahren nicht mehr. KingKing macht einen guten Eindruck, dort war jedoch eine Privatparty. Im Avalon und Level3 ist die Stimmung sehr steril. Innen ist die Luft ganz gut, weil die Leute draußen rauchen. Dafür riechts auf dem ganzen Hollywood Boulevard nach Zigaretten.
Friday, September 22, 2006
justin timberlake

OK, habs rausgefunden. Das angesagteste ist im Moment Justin Timberlake. Jeder Lehrer hat mindestens einen entsprechenden Track auf seiner CD. Ich kenne jetzt einige Choreographien auf "My Love" und eine auf "Sexy Lady". Die restliche Kurzfassung der heutigen Schule lautet Johnnie, Sabrina, Dante und Jayson. Es hat richtig gegroovt. Nach dem Overkill gestern komme ich jetzt prima mit.
Um jeweils die richtigen Klassen in der richtigen Location (EDGE, Millennium, Debbie Reynolds) zu wählen, ist es wichtig, am selben Tag vorher nachzufragen, ob die angekündigten Lehrer auch tatsächlich da sind oder vertreten werden. Dies gilt insbesondere für das etwas chaotische, dafür aber sehr persönliche und nette Debbie Reynolds. Das EDGE ist nicht nur professioneller organisiert, sondern es werden auch vernünftigere Kurse angeboten. Vernünftig dahingehend, daß sie auf ein gutes Abschneiden bei den sogenannten Rehearsals (Castings) abzielen. Die Vetretung Sabrina im Debbie war heute zwar Funny, aber einfach zu freakig und didaktisch ungeeignet.
Lustig waren heute drei ganz junge Drillinge in Dantes Kurs. Dann hab ich heute noch ein Probetraining in Gold's Gym absolviert (jedes Cardiogerät hat einen eigenen Fernseher, die Saftbar ist awesome) und leckere Protein-Cookies eingekauft. Und abends noch Bierchen am Pool mit dem etwas älteren Pärchen Christina und Glen sowie zusammen mit Sarah, Kristina und ihren beiden Freunden aus Maryland getrunken.
Wednesday, September 20, 2006
oh so sleepy
Sehr anstrengend heute. 5 Klassen bei Leslie, Dante, Free, Nate und Christina. Bei Leslie war die schwierigste überhaupt bisher. Dante hat wieder was neues unterrichtet. Nate zum Glück seine Choreographie, die ich schon kannte. Bei Chistina war House angesagt. Dort hab ich Courtney kennengelert, die auch neu war. Außerdem sind mir heute noch ein paar Deutsche, Schweizer, Französinnen und eine Norwegerin in den Kursen begegnet. Free kommt aus New York, findet LA aber natürlich besser, hat hier schon bei 15 Musikvideos mitgetanzt und geht jetzt mit Rappern auf Konzerttour. Er ist Single und fragt sich, wieso. Christina hat uns fürs Wochenende die beiden House-Clubs Deep und KingKing empfohlen. Puh, jetzt schlafen....
Tuesday, September 19, 2006
missing my babies
Halbzeit in LA - Und ich vermisse meine vier Babies, meine liebste Janemaus, unser kleines Süßes, Susi und meinen TT. Am meisten vermisse ich, dass ich Euch nicht anfassen kann, und dieses amerikanische Auto hat eine verdammte Automatik statt einer Gangschaltung. Immerhin hat ein kleines weißes Hündchen (so groß wie Susi) mich abgeschleckt. Andererseits werde ich in Deutschland sicher den Gestank vermissen, wenn man einen Kursraum nach einer vollen Jazzklasse betritt, die ewig an den gleichen Drehungen gerödelt und geschwitzt hat.
Dante hat heute die gleiche Choreo wie in Stuttgart gezeigt, nur diesmal in einer wesentlich kleineren Gruppe, die wiederum zum Vortanzen aufgeteilt wurde. Außerdem habe ich auf ein und dasselbe freakige Lied (muß noch den Tiel rausbekommen!!) mittlerweile schon die zweite Choreographie gelernt. Das ist im Moment das coolste hier.
Und abends stelle ich fest, dass die komplette Bude aufgeräumt und das Geschirr gespült wurde. Das müßte man auch in Deutschland haben...
Monday, September 18, 2006
does that make sense?




Meine Appartementanlage liegt im Stadtteil Burbank. Das ist dort, wohin alle großen Filmstudios von Hollywood umgezogen sind. Die Anlage erinnert an ein luxuriöses Studentenwohnheim, nur dass hier keine Studis, sondern angehende Schauspieler, Tänzer, Regisseure, etc. wohnen. Ich habe mittlerweile ein paar hiphop-Tänzer(innen) aus Spanien, eine weitere makup artistin aus Maryland und einen Schauspieler aus London (gebürtig in Mauritius) kennengelernt. Die Zimmer sind verschieden groß. Meins ist mit einem kleinen und großen Bett, Küche und Badezimmer ausgestattet. Den ganzen Tag und abends trifft man sich am Pool, wenn man nicht schon zusammen in die Kurse geht.
Die Kurse ergeben mittlerweile einen Gesamtzusammenhang. Während der Wartezeiten dazwischen wird die Zeit in der Lounge totgeschlagen. In der Lounge vom Millenium hängen zwei Studio Kids rum, d.h. diejenigen, die von Klein auf angefangen haben, z.B. Katie Or, die im Malibu Canyon noch bei Ihren Eltern wohnt, aber bald ausziehen möchte. Sie will jetzt mal was anderes lernen, als nur Tanzen.
Im EDGE treffe ich Dante, den ich von Stuttgart her kenne und der gerade an der Rezeption vorbeischaut. Heute bin ich das zweite Mal in einer kleinen Gruppe bei Jason Chong. Die anderen Teilnehmer sind Stipendiaten des EDGE scholarship-Programms. Ich bin "Gast". Jason erklärt uns, dass es deswegen so wichtig ist, schlabberige Klamotten und Baseballkappe zu tragen, um sich richtig beim hiphop entspannen zu können. Man muß die Musik fühlen, nicht auf die anderen schauen, nur auf sich im Spiegel, oder das Publikum ansehen. Die Bewegungen werden dadurch flüssiger. Natürlich müssen sie sauber ausgeführt werden, doch gerade nicht durch angespanntes Nachdenken. Zum Schluß stellen sich alle 7 im Kreis zum Freestylen auf. Ich habe damit zum Glück schon etwas Erfahrung im Gegensatz zu zwei Stipendiatinnen, die das noch nicht kannten, weil sie auf Jazz spezialisiert sind. Nachher wollte ich mit den beiden noch ein Bierchen trinken gehen. Doch leider: Sie sind dafür noch zu jung. In Amerika muß man mindestens 21 sein.
